Verwundbarkeit zulassen – Transformation durch Offenheit

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Verwundbarkeit zulassen – Transformation durch Offenheit

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Übersicht

Verwundbarkeit zulassen

Aus eigener Erfahrung und aus Gesprächen mit vielen Menschen weiß ich, dass es Ereignisse im Leben geben kann, die einen derart aus der Bahn zu werfen vermögen, dass man den Eindruck gewinnt, nicht mehr bei sich zu sein. Momente, in denen wir unglaublich verwundbar sind. Und gleichzeitig unter massivem Druck stehen, weil uns der Halt zu schwinden scheint. Einige Krisen können uns an den Rand dessen bringen, was wir zu tragen können glauben. Ein Teil in uns möchte Verwundbarkeit verstecken, nicht die Kontrolle verlieren. Um uns zu schützen. Wenn wir Verwundbarkeit verbergen, vergessen wir jenen Teil in uns, der danach schreit, diese Verwundbarkeit zu zeigen. In dieser Verwundbarkeit gesehen und angenommen zu werden. 

Verwundbarkeit & Stress in Krisen

Wenn uns etwas „aus der Bahn wirft“ bedeutet das meistens, dass wir Gefühle in einer ungekannten Art und Intensität erleben. Tod, Trennungen oder verletztes Vertrauen haben das Potential, unseren Organismus in einen Ausnahmezustand, eine Extremsituation zu versetzen. Wir sind im Stress. Wir spüren einerseits, was aufgrund der aktuellen Situation gerade in uns passiert. Dazu können dann noch alte, abgespeicherte und tiefsitzende Gefühle reaktiviert werden, mit denen wir gleichzeitig umzugehen haben (wenn ein „Knopf“ in uns gedrückt wurde). Ein Beispiel für derartige Zustände habe ich in nachfolgendem Artikel beschrieben:

Weil in „Krisen“ oft alte, „wunde Punkte“ berührt werden, können diese Gefühlszustände kurzfristig einen sehr großen Teil unserer Kraft beanspruchen, uns gefühlt überfordern und uns an unsere Grenzen bringen. Unsere energetischen Reserven sind rasch aufgebraucht. Wir werden durchlässig, verwundbar und haben das Gefühl uns vor auf uns einströmenden Reizen nicht sehr gut schützen zu können. Ein Beispiel für diese übermäßige Verwundbarkeit ist die empathische Stressschleife

Rückzug vs. Kontakt

Wenn wir in solchen Krisen ganz bewusst das Alleinsein wählen, kann uns dies helfen, wieder in unsere Mitte und Kraft zu kommen, zu ordnen, zu verarbeiten und vielleicht zu verstehen. Dieses Alleinsein ist sehr wichtig und hilfreich. Wenn wir allein sind, reduzieren wir die Reize, die auf uns einströmen. Das kann gesund sein!
Oft gehen wir unseren Mitmenschen aber aus anderen Gründen aus dem Weg. Wenn wir uns so extrem durcheinander und aufgelöst fühlen, nicht mehr „funktionieren“, ist unsere Angst am größten. Das könnte jemand mitbekommen. Oder davor, dass wir mit all unseren subjektiv viel zu starken Gefühlen, abgelehnt, ausgelacht oder nicht ernst genommen werden.
„Kann ich meinen Freunden so begegnen?“, „Ich kann mich doch so nicht zeigen!“, „Ich mache das lieber mit mir alleine aus…“. Wenn wir Gefühle als zu persönlich, zu intensiv oder peinlich empfinden, kann uns das in einer ohnehin schon sehr beanspruchenden Situation zusätzlich verunsichern. Wir erleben uns als nicht zumutbar und sehen nur noch einen Ausweg: Rückzug!

Korrektur der Fehlannahmen

Zu unserer ohnehin schwierigen Situation kommt dann auch noch eine Isolation hinzu. Wir sind mit unseren Gedanken und Gefühlen alleine und können dadurch auch keine Realitätsprüfung dessen vornehmen, was wir über uns selbst denken. Niemand erreicht uns und kann uns daher auch nicht wissen lassen, dass wir ok sind. Rückzug verhindert oft die Korrektur unserer Annahmen. Manchmal brauchen wir einfach Menschen, die uns sagen, dass es uns so gehen darf und wir das Recht haben, völlig aus dem Lot zu sein.
Dadurch lassen wir uns eine große Chance auf Heilung entgehen. Wenn wir angenommen sind, heilt ein Teil in uns. (Selbst-)Ablehnung verstärkt die innere Spaltung.
In Krisen werden oft alte, intensive Gefühle wach, die vielleicht niemals von anderen Menschen bezeugt und angenommen wurden. Die fehlende Annahme ist oft der wahre Kern unseres Schmerzes. Wie soll etwas in uns heilen, wenn es nicht in Gegenwart anderer Menschen atmen darf? Das Gefühl an eben der Stelle falsch zu sein, verhindert dies. Heilung kann durch einen Menschen kommen, vor dem wir uns nicht verstecken müssen. Der uns vielleicht in den Arm nimmt und den gestauten Damm zum Brechen bringt. Eine sanfte Stimme, die sagt: „Hey, es ist ok. Du bist ok. Du darfst durcheinander und aufgelöst sein“ und der nicht versucht, unsere Situation klein zu reden („Ist alles nicht so schlimm!“ – denn in dem Moment ist es das!).

Verwundbarkeit | Selbstliebe & -annahme

Der Glaube an alte Tabus oder Verbote kann uns daran hindern, uns zu öffnen und Verwundbarkeit einzuladen. Die Überzeugung in bestimmten Situationen nicht zumutbar zu sein oder Angst vor Ablehnung tragen alle Menschen in sich. Als Menschen sind wir soziale Wesen. Andere Menschen sind uns wichtig. Anwesenheit und Anteilnahme eines lieben Mitmenschen können ohne Worte oder Taten eine heilsame Wirkung entfalten. Wenn es uns gelingt, uns dafür zu öffnen. 
Nimmt ein Mensch uns in eben diesen „Zustand“ an, können wir es dann nicht vielleicht auch? Wir dürfen uns komplett mit all unseren Facetten zu-muten (ja, das erfordert Mut!). Sich verwundbar zu zeigen ist ein Akt der Selbstliebe und ein Selbstbekenntnis. Bekennen wir uns zu uns selbst – auch in solchen Krisenzeiten, sind heilsame Erfahrung möglich. Die Erfahrung, dass uns jemand aus-hält. Sich in einem Bereich gehalten zu fühlen, indem wir bisher Angst vor unserer Verwundbarkeit hatten, schließt eine Wunde. Etwas in uns kann so zur Ruhe kommen und ganz werden.

AUDIO | TRANCE & TIEFENENTSPANNUNG

Trance Cover

Unabhängig von der Art der Beziehung sind es immer dieselben inneren Variablen, die gesunde Verbundenheit verhindern (inklusive gesunder Grenzen) und ungesunde Konstellationen aufrechterhalten. Veränderungsresistente Blockaden liegen oft in tieferen Schichten: Unserem Unterbewusstsein. Emotionale Programme, Überzeugungen und Ängste sind hier verankert und können uns daran hindern, voranzugehen. 

Die Trance-Session Gesunde Verbundenheit mit Dir & Anderen spricht genau jene Größen in Deinem Unterbewusstsein sanft an und lädt sie (gemäß Deines freien Willens!) zur Transformation ein.

Verwundbarkeit | Wähle mit bedacht

Die Menschen, denen wir hier Zugang zu uns gewähren, sollten mit Bedacht gewählt werden. Wir sollten ihnen grundsätzlich vertrauen, uns angenommen und verstanden fühlen. Sich verwundbar zu zeigen ist heilsam. Doch es kann ebenso destruktiv sein, wenn wir dies bei Menschen tun, die dafür ungeeignet sind. 

In meinem Buch Exit Gaslighting habe ich aufgezeigt, dass es gerade in toxischen Beziehungen häufig vorkommt, dass eine Verletzung vom Sender von Gaslighting zugefügt wird, die den Empfänger verletzt. 

EXIT GASLIGHTING

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Aufgrund massiver Unruhe und Stress sucht dieser in seiner Verwundbarkeit dann bei jenem Menschen Annahme, der ihm die Verletzung erst beigebracht hat. Dies ist in etwa so, als würde ein vom Löwen angegriffenes Tier in der Höhle des Löwen Zuflucht suchen. Die Folge hiervon ist nicht Heilung, sondern eine Form toxischer Retraumatisierung an eben jenen wunden Punkten und die Entstehung von Abhängigkeit (das Buch zeigt hier Auswege!).  

Wähle also mit Bedacht und achtsamer Vorsicht, wem Du Dich in Deiner Verwundbarkeit zeigst…

 

Es ist ok! Du bist ok!”

 

Alles Liebe,
Kristina

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