Kennst Du das? Eigentlich willst Du richtig Gas geben, nach vorne gehen, Deine Vision leben. Nur – was willst Du wirklich? Wieso siehst Du nicht klar? Weshalb fallen Dir Entscheidungen so schwer? Woran liegt es, dass Du etwas für Dich wirklich Wichtiges nicht in die Umsetzung bringst? Wieso fühlst Du Dich manchmal „vernebelt“ und kannst Dich schlecht fokussieren?

Wenn Du nicht bei Dir bist, kannst Du auch die Antworten in Dir nicht hören. Die Quelle Deines Bewusstseins ist in Dir. Das Wichtignehmen von Annahmen, begrenzenden Bewertungen und Grundüberzeugungen trennt Dich von Dir selbst. Davon wer Du wirklich bist. Wenn Du mehr Klarheit und Selbst-Bewusstsein in Dein Leben holen möchtest, kannst Du noch heute damit beginnen. Indem Du „ja“ zu diesem Prozess der Selbst-Entdeckung sagst. Es liegt komplett in Deiner Hand, in Deiner Verantwortung! Weiter unten gebe ich Dir eine konkrete Anleitung, was Du tun kannst, um mehr Klarheit und Selbst-Bewusstsein in Dein Leben zu ziehen.

 

Der innere Nebel Deiner Glaubenssätze

In unserem geistigen Raum schwirren – häufig unbewusst – Gedanken, Bewertungen, Vorstellungen und Überzeugungen umher. Gedanken haben Schöpferkraft und so erleben wir Gefühle häufig als Resultat dieses inneren Schauspiels (und nicht aufgrund einer aktuellen Situation). Wir fühlen, was wir denken. Geist, Körper und Seele reagieren unmittelbar auf das, was in uns vorgeht. Auch auf Annahmen und Überzeugungen, deren wir uns nicht bewusst sind. Das ist eine menschliche Eigenart. Manche Gedanken beachten wir, andere nicht. Abhängig von unserer Geschichte und unseren Prägungen haben manche Gedanken „Signalwirkung“ oder fühlen sich vertraut an – sie kommen fast automatisch.

 

Die Macht unbewusster Glaubenssätze

Wir neigen dazu, dem Inhalt vertrauter Gedanken Glauben zu schenken. Je häufiger wir sie hören, umso mehr glauben wir sie. Glaubenssätze werden geboren – außerhalb Deines konkreten Bewusstseins. Du „schluckst“ eine vermeintliche Wahrheit. Diese steuert Dich! Diese Macht rührt nicht von der bloßen Existenz eines Glaubenssatzes. Bedeutsamkeit entsteht erst dann, wenn Du Dich mit seinem Inhalt identifizierst. Das ist eine Entscheidung – auch wenn sie unbewusst fällt.
In unseren Gedanken, Überzeugungen und Gefühlen „verstrickt“ zu sein, ihnen anzuhaften, kann uns vernebeln und müde werden lassen. Du triffst Deine Lebensentscheidungen dann aufgrund von Prägungen, unangenehmen Gefühlen oder vermeintlichen Beschränkungen – Du kürst Dich selbst zum Sklaven! Nicht Du entscheidest, sondern etwas in Dir: ein unangenehmes Gefühl, eine Annahme, eine Vorstellung. Solange Du Deine Glaubenssätze nicht kennst und benennen kannst, werden sie weiter unbewusst in Dir wirken – weil Du sie automatisch wichtig nimmst.

 

Angst vor Gefühlen?

Erst wenn Dir Deine Glaubenssätze bewusst sind, kannst Du aktiv entscheiden, wie wichtig Du sie nehmen möchtest. Die tief in Dir verankerten Überzeugungen haben sich über die Jahre in Dir verfestigt. Wie ein Schutzdamm halten sie nicht gelebte Angst, Trauer und Schmerz zurück und vermitteln ein trügerisches Gefühl vermeintlicher Sicherheit (“im Rahmen meines Vertrauten bin ich sicher”. Ein ungelebtes Leben – aus Angst vor Gefühlen. Sich mit Glaubenssätzen und Annahmen über sich selbst auseinanderzusetzen, löst oft weitere Angst aus – der Damm könnte brechen. Angst, Trauer und Schmerz noch einmal spüren? „Das halte ich nicht aus!“ (eine weitere Überzeugung). Das Resultat: Selbstverleugnung, Selbstzurückweisung, Selbstablehnung. Erneuter Schmerz, den Du Dir selbst zufügst. Ungelebte Gefühle bleiben weiter ungelebt und blockieren den Zugang zu Deinem vollen Potential. Überzeugungen werden verfestigt und sie wächst: Angst, Angst, Angst. Oder vielleicht doch Vertrauen? Dass Du die Kraft haben wirst, Dir alles anzusehen, Dich und Deine Gefühle (auszu)halten?

 

Wie Du Deine Antworten findest

Die Bedeutsamkeit von Angst und Schmerz in der Vorstellung Deines Innenlebens spielt eine entscheidende Rolle. „Unaushaltbar“ ist eine Bewertung mit Effekt: Angst und Schmerz werden riesig und wirken einschüchternd. „Auf keinen Fall zu nah an den Damm ran!“. Geschweige denn am Damm selbst kratzen! Alles so lassen, wie es ist. Vielleicht fühlt sich das bequem und sicher an – der Zugang zu Deinen Antworten bleibt dann gleichwohl verschlossen. Die Ablehnung Deiner Glaubenssätze und Gefühle bedeutet auch die Ablehnung von Erkenntnis und Deiner tiefen inneren Weisheit und Klarheit. Du wählst den Nebel. Die Masken. Die Lebenslügen. Deine Antworten sind da – sie liegen in Deiner Umarmung von ungelebter Angst, Trauer und Schmerz. Der Damm kann brechen, ja. Wenn Du den Sturm Deiner Gefühle willkommen heißen und in Deiner Mitte stehen kannst, wird Heilung möglich. Dann darf endlich heimkehren, was immer zu Dir gehört hat. Du wirst ganz und findest den Zugang zur sprudelnden Quelle Deiner inneren Weisheit.

 

Pseudo-Klarheit oder Übernahme fremder Antworten

Das Streben nach Veränderung, Erfolg, einem höheren Bewusstsein und Fortschritten ist natürlich. Wir wollen wachsen, uns entfalten. Die Frage ist: willst Du aus Dir selbst heraus wachsen? Oder willst Du einem bestimmten Bild entsprechen? Übernimmst Du Antworten anderer, um Dir selbst nicht begegnen zu müssen? Dann läufst Du vor Dir selbst davon. Dein Fokus wird fremdbestimmt, unauthentisch. Diese Klarheit kann nicht von Dauer sein. Sie entspringt nur einem kurzfristigen Gefühl der Identifikation mit einer Idee. Du bist nicht ganz bei Dir. Wovor flüchtest Du? Was möchtest Du an Dir nicht sehen? Anders sein zu wollen bedeutet, von Dir weg zu wollen. Getrieben, unruhig, uneins. So kommt die Selbstablehnung manchmal im Deckmantel der Veränderung daher. Und wieder bist Du im Nebel. Achte auf Dich!

 

Der erste Schritt in Richtung Klarheit

Was will ich? Wer bin ich? Um den ersten Schritt in Richtung Deiner Klarheit gehen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit Deinen (verdeckten) Glaubenssätzen notwendig. Das ist ein Prozess an Deiner eigenen Basis. Deine Überzeugungen zu kennen und benennen zu können ist ein Akt der Selbstbefreiung. Du wirst zum Beobachter Deiner Selbst und löst die Identifikation. Stelle Dir vor, Du identifizierst Dich unbewusst mit der Überzeugung „ich bin nicht liebenswert!“ – ebenso wirst Du Dich fühlen. Nicht liebenswert. Erkennst Du dies als Glaubenssatz, kannst Du das Auftauchen dieses Gedankens beobachten, den Finger darauf richten und Dir sagen „da ist er wieder – der Glaubenssatz!“. Erkennst Du den Unterschied?
Damit löst Du auch automatisch die Identifikation mit den Gefühlen hinter dem Damm. Sie wurden und werden lediglich durch Dich erlebt. Du beobachtest das Schauspiel. Sie wollen gehalten, angenommen und integriert werden. In ihnen liegt der Schlüssel zum Selbst-Verständnis: was Du empfindest, wird Dir den Weg an den Ursprung weisen. Dorthin, wo Du diese Gefühle zum ersten Mal gefühlt, Deinen Glaubenssatz verinnerlicht hast (vielleicht auch musstest, um zu überleben). Du erlangst Verständnis für Dich – weshalb dieser Glaubenssatz in Deinem System so fest verankert ist.

 

Deine Entscheidung zählt

Du sehnst Dich nach Klarheit und Antworten auf Deine Fragen? Bist auf der Suche nach Deinen Wünschen und Deiner Vision? Der zweite Schritt kann nicht vor dem ersten erfolgen. Erkenne Dich selbst und Deine Überzeugungen. Deine Glaubenssätze verzerren Deine Wahrnehmung, vernebeln und beeinflussen Deine Entscheidungen. Dein Leben. Bis Du bereit bist, Dich an Deine eigene Basis zu begeben? Dich Dir selbst und ihnen zuzuwenden und sie Dir bewusst zu machen? Dann entscheide Dich jetzt dafür! Denn Deine Entscheidung ist alles, was zählt! Lerne Dich und Deine (verdeckten) Grundüberzeugungen besser kennen. Es liegt in Deiner Verantwortung, Dich Dir selbst zuzuwenden, Dich zu beobachten, verstehen und annehmen zu lernen. Wie das geht?

 

Klarheit und Selbstbewusstsein – Der 10 Punkte-Prozess

1. Finde eine Technik, einen Ort und Zeit, um bewusst in die Ruhe zu kommen, Dich Dir selbst zuzuwenden. Mediation, Atembeobachtung, Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitsübungen oder Imaginationsverfahren können hilfreich sein. Du kannst Dich deutlicher spüren, wenn nicht so viel „Lärm“ um Dich herum und in Dir ist.

2. Beobachte Dich: wann reagierst Du besonders wütend, ängstlich, traurig o.ä.? Nimm dieses Gefühl an – sage „ja“ dazu und benenne es als Gefühl. Lerne, dieses Gefühl zu halten, ohne Dich darin zu verstricken, Dich damit zu beschäftigen, es mit Bedeutungen zu versehen oder es zu hinterfragen.

3. Frage Dich: welche Situation/welcher Gedanke hat dieses Gefühl ausgelöst? Dadurch lernst Du, in welchen Situationen Du auf Deine ureigene Weise reagierst – vielleicht entdeckst Du einen gemeinsamen Nenner?

4. Gehe auf Spurensuche: wo hast Du dieses Gefühl zum ersten Mal gefühlt? Was war damals los? Wie ging es Dir damals? Identifiziere dann die Grundüberzeugung: was hast Du in der damaligen Situation über Dich selbst gedacht? Welche Überzeugung wurde in Dir geboren?

5. Bewusstwerdung: Mache Dir bewusst, dass die Überzeugung aus der Vergangenheit stammt. Sie ist eine verinnerlichte Vorstellung, ein Bild ist – nicht die Realität – deswegen:

6. Realitätsprüfung: Überprüfe, inwiefern Du heute davon überzeugt bist, dass die Grundüberzeugung zutreffend ist. Findest Du Gründe, die dafür und dagegen sprechen? Was bedeutet das für Dich, Dich selbst so zu sehen? Welche Konsequenzen hat das für Dich – wie fühlst Du Dich mit dieser Annahme über Dich selbst?

7. Beobachte und benenne: Die Grundüberzeugung taucht in ähnlichen Situationen mit der alten Botschaft auf. Benenne sie als solche und erlebe dann die damit verbundenen Gefühle. Entscheide bewusst, wie wichtig Du die Botschaft der Grundüberzeugung jetzt nehmen möchtest – mit allen Konsequenzen.

8. Lerne in jeder Situation, offene Ohren nach innen für Dich und Dein Erleben zu haben, ohne Dich darin zu verlieren. Wende Dich im „Nebel“ von Gedanken und Gefühlen Dir selbst zu. Wende die unter 1. erlernte Technik an, um Dich im Hier und Jetzt zu verankern.  Beobachte und beschreibe, was in Dir vorgeht und nimm alles an. Es gibt nichts zu tun – bleibe einfach mit Deiner Aufmerksamkeit auf Deinem Erleben, nimm wahr, ohne verändern zu wollen

9. Übe Dich im Unterscheiden von Beschreiben und Bewerten („der Regen ist nass“ vs. „Regen ist scheiße“). Beobachte Dich selbst, wann Du Ereignissen, Situationen oder Dir selbst eine Bewertung „verpasst“ (und frage Dich nach Deinen Gründen)

10. Sei in jedem Fall behutsam und nachsichtig mit Dir! Auch wenn Du einer Grundüberzeugung oder einem Gedanken wieder Glauben geschenkt hast. Vergiss nicht – das ist ein Prozess! Und auf diesem Weg möchte alles, was Du erlebst und tust, integriert und angenommen werden, auch wenn es mal nicht so geklappt hat, wie Du es Dir vorgestellt hast. Nimm auch dies an – dann versöhnst Du Dich mit Dir selbst.

 

Vergesse bei allem nicht – in Dir ist ein Universum voller ungelebter Möglichkeiten und eine unendliche Klarheit und Weisheit – Du bist unermesslich wertvoll – genau so, wie Du bist. Es wird Zeit, dass Du Dich mit dieser Wahrheit wieder verbindest!

Ich schenke Dir eine Achtsamkeitsübung im Audio-Format, die Dir beim konkreten „Halten“ von Gefühlen und einer erweiterten Selbstakzeptanz Unterstützung sein kann.
Wenn Du Dir Begleitung auf dem Weg zurück zu Dir wünschst, schreibe mir einfach eine E-Mail.

Auf in ein freieres Leben!

 

Alles Liebe für Dich und Deinen Prozess,
in Verbundenheit,
Deine Kristina

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